Ein kurzer Überblick über den Landkreis Rottal-Inn

Der Landkreis Rottal-Inn wurde im Zuge der Gebietsreform am 1. Juli 1972 aus den Altlandkreisen Eggenfelden (mit Ausnahme von 5 Gemeinden) und Pfarrkirchen sowie je zwei Gemeinden aus den ehemaligen Landkreisen Griesbach und Vilsbiburg gebildet. Sitz der Kreisverwaltung ist Pfarrkirchen.

Der Landkreis Rottal-Inn liegt im südlichen Bereich des Regierungsbezirkes Niederbayern. Der Inn bildet die Staatsgrenze zu Österreich. Nach der naturräumlichen Gliederung gehört der Landkreis überwiegend dem "Inn-Isar-Hügelland" an.

Der Landkreis Rottal-Inn umfasst eine Fläche von 1.280 Quadratkilometer. In den 31 Gemeinden leben rund 120.000 Menschen, das bedeutet eine Bevölkerungsdichte von etwa 90 Einwohnern pro qkm.

Mit seinen rund 2.600 Einzelortschaften ist der Landkreis Rottal-Inn einer der streusiedlungsreichsten Landkreise Deutschlands (alte Bundesländer). Die Folge dieser Struktur sind u.a. erhöhte Aufwendungen für die innere Erschließung. Das Kreisstraßennetz mit derzeit 495 km sowie die Kfz-Dichte sind überdurchschnittlich hoch. Der Landkreis Rottal-Inn hat mehrere für die Region wichtige Verkehrsanbindungen: die B 388 in West-Ost-Richtung, die B 20 in Nord-Süd-Richtung und die an der Bundesgrenze verlaufende B 12.



Lage des Landkreises Rottal-Inn in Südostbayern


Die Rott durchfließt den Landkreis in West-Ost-Richtung und teilt ihn in zwei fast gleich große Teile. Durch die reichverzweigten Talungen des Inns und der Rott wird die Landschaft in viele Höhenrücken und Hügel (Tertiäres Hügelland) gegliedert. Während die tiefsten Lagen bei 335 m liegen, stellt der Schellenberg bei Simbach am Inn mit 549 m die höchste Erhebung im Landkreis und gleichzeitig auch zwischen dem Bayerischen Wald und den Voralpen dar. Durch jahrhundertelange gestalterische Tätigkeit des Menschen wurde die ursprüngliche Laubwaldbestockung gerodet und zum erheblichen Teil in Ackerfluren umgewandelt,so dass heute der Landkreis eine vorwiegend bäuerlich geprägte Kulturlandschaft darstellt. Das Siedlungsgefüge wird entscheidend von den fast gleichmäßig verstreuten Weilern und Einödhöfen geprägt.

Die drei kommunalen Kreiskrankenhäuser mit einer Berufsfachschule für Krankenpflege im Landkreis Rottal-Inn werden seit 01.01.1994 in der Rechtsform einer gemeinnützigen GmbH geführt. Ein geplanter Verkauf an die Rhön-Klinikum AG wurde von der Bevölkerung durch einen Bürgerentscheid am 8. November 2009 gestoppt. Die 3 Krankenhäuser werden nun weiterhin unter der Regie des Landkreises betrieben. Dafür sorgt das Votum des Bürgerentscheids, der mit einem Ergebnis von 89,41 Prozent an Verkaufsgegnern eine mehr als deutliche Willensbekundung der Rott- und Inntaler Bürger gebracht hat. 53,91 Prozent der Wahlberechtigten hatten sich an der Entscheidung beteiligt. Zum 1. Januar 2011 begann die Umstrukturierung der Kliniken in ein Schwerpunktkrankenhaus (Eggenfelden) und zwei Fachkliniken für Orthopädie und Geriatrie (Pfarrkirchen) sowie Psychosomatik (Simbach am Inn).

An Bildungseinrichtungen stehen in der Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises: vier Realschulen (Arnstorf, Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach a. Inn), drei Gymnasien (Eggenfelden, Pfarrkirchen und Simbach a. Inn), eine Fachoberschule (Pfarrkirchen), zwei Förderschulen (Eggenfelden und Pfarrkirchen), eine gewerblich-kaufmännische Berufsschule mit Berufsaufbauschule und Berufsfachschule für Landwirtschaft, Hauswirtschaft und Kinderpflege sowie eine Landwirtschaftsschule mit den Abteilungen Landwirtschaft und Hauswirtschaft.

Von den Erwerbstätigen sind ca. 15 % in der Land- und Forstwirtschaft, ca. 38 % im produzierenden Gewerbe, ca. 14% im Handel und Verkehr und ca. 33% in sonstigen Bereichen (vor allem Dienstleistungen) beschäftigt.

Die Landwirtschaft, traditionell eine der tragenden Säulen für das Wirtschaftsleben im Landkreis, hatte in den letzten Jahren mit erheblichen strukturellen Problemen zu kämpfen. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe hat sich von 1974 bis 1996 von rund 9.700 auf 5.000 drastisch verringert. Um den Landwirten bei der Erwerbstätigkeit aus Grund und Boden zu helfen, wurde auf Landkreisebene ein Landschaftspflegekonzept entwickelt. Dieses Programm sieht vor, dass Landwirten für die extensive Weiternutzung bzw. Übernahme von Pflegearbeiten landkreisbedeutender Feuchtwiesen und Trockenflächen Entgelte bezahlt werden.

Zur Förderung des ökologischen Landbaus haben sich im Landkreis Biolandwirte verschiedener Anbauverbände zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Sie vermarktet unter der Regionalmarke „Plinganser" Nahrungsmittel-Produkte aus der Landwirtschaft in Gasthäusern der Region, aber auch Brot und Bier.

Um den freiwerdenden Arbeitskräften aus der Land- und Forstwirtschaft wohnortnahe Arbeitsplätze anbieten zu können, ist eine Stärkung der Wirtschaftskraft in anderen Bereichen geboten. Der Landkreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, die vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr entwickelte Kampagne "Standortwerbung und Ansiedlungsberatung" entsprechend positiv und ansprechend speziell für den Landkreis Rottal-Inn anzubieten. So werden z.B. über das Büro für Tourismus, Wirtschaft und Struktur (TWiSt) Hilfestellungen zur Erlangung von Fördergeldern gegeben und Fachveranstaltungen über Regionalvermarktung durchgeführt. Dieses Büro fungiert mit großem Erfolg als regionale Management-Agentur für den Landkreis Rottal-Inn.

Durch stete Information und Kontaktierung der Bevölkerung war es gemeinsam mit Kammern und Kreditinstituten möglich, die höchste Existenzgründungsquote im Jahre 1996 in Niederbayern zu erzielen. Der Zuwachs der Erwerbstätigen war im Landkreis Rottal-Inn zwischen 1990 und 1996 mit 6,4 % am höchsten in ganz Niederbayern.

Für die Standortfrage wesentlich ist die Verbesserung der überregionalen Verkehrsanbindung durch den Ausbau der A 94 München - Simbach a. Inn sowie der Bahnlinie München - Mühldorf - Simbach a. Inn - Linz. Die Rottalbahn verkehrt auf der Bahnlinie Passau - Pocking - Pfarrkirchen - Mühldorf seit Dezember 2009 im Stundentakt.

Wichtige Erkenntnisse und Impulse hat das vom Bayer. Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen und dem Landkreis Rottal-Inn in Auftrag gegebene Teilraumgutachten gebracht. Zur Umsetzung haben Arbeitskreise verschiedene Projekte entwickelt, wie z.B. die weit über die Landkreisgrenzen bekannte "Rottaler Sonnenwende" und das "Rottaler Holzhaus". Ein weiteres wichtiges Projekt stellt mit der Geothermie die Erschließung alternativer Energien im Grenzbereich (Braunau/Simbach a. Inn) zu Österreich dar. Mit Unterstützung der Europäischen Union, des Freistaates Bayern und dem Land Oberösterreich wurden hierfür Investitionen von über 26 Mio. DM getätigt.

Der Verkehrslandeplatz in Eggenfelden ist der erste in Bayern, der entsprechend den EU-Richtlinien ausgebaut ist und auf dem Instrumentenflugbetrieb möglich ist. Damit ist er für die Geschäftsfliegerei bestens geeignet. Die Standortqualität des hiesigen Wirtschaftsraumes konnte damit deutlich verbessert werden.

Ein Hauptaugenmerk liegt auch im Bereich Fremdenverkehr. Wie die positive Entwicklung zeigt, ist der gesamte Landkreis als Urlaubsgebiet für Wanderer, Radfahrer, Naturliebhaber und Kunstfreunde besonders geeignet. Natur, Kultur und Kur sind die drei Säulen, auf die das Freizeitverhalten und der Fremdenverkehr im Landkreis bauen. Eine Reihe von Freizeitmöglichkeiten wie Angeln, Reiten, Golf, Tennis, Wassersport oder auch Segelfliegen und Heißluftballonfahren runden das Angebot ab und machen den Landkreis Rottal-Inn zu einer beliebten Ferienregion.

Weitere Schätze sind die Natur- und Vogelschutzgebiete "Unterer Inn" sowie "Vogelfreistätte Salzachmündung", für die von der Europäischen Kommission im Jahre 1998 ein Life-Projekt genehmigt wurde. Das Aushängeschild im Fremdenverkehr ist Bad Birnbach, das "ländliche Bad", das seit der ersten Thermalwasserbohrung 1973 einen wahrlich glanzvollen Aufschwung erlebt.

Darüber hinaus verfügt der Landkreis Rottal-Inn über viele Sehenswürdigkeiten, Museen, denkmalgeschützte Ensembles, Freizeiteinrichtungen und als Kulturangebot ersten Ranges über das kreiseigene "Theater an der Rott" in Eggenfelden mit eigenem Ensemble, in dem neben Gastspielen anderer Bühnen viele Eigeninszenierungen aufgeführt werden.

(Stand: 03.01.2011)

 

MdB Pronold

Bernhard Roos MdL

MdEP Ertug

Mitfahrzentrale

Mitfahrzentrale Rottal-Inn


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Verantwortung für unsere Region übernehmen

Infrastruktur

Wir setzen uns ein für

  • - den durchgängigen Ausbau der A94
  • - den mindestens dreispurigen Ausbau der B.20
  • - Erhaltung und Ausbau der Staatsstraßen.
  • - den zweispurigen Ausbau der Bahnstrecke Simbach - Mühldorf – München.
  • - den Ausbau der Breitbandversorgung.
  • - die Versorgungssicherheit in den Ortschaften.
  • - den Verbleib der Versorgungsbetriebe und Krankenhäuser in kommunaler Hand.
  • - die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen.
  • - Sicherung aller wohnortnahen Schulstandorte.
  • - eine zeitgerechte Schülerbeförderung.
  • - Schülerbeförderung ohne Stehplätze.
  • - Sicherheitsüberprüfung der Bushaltestellen.

 

Rottal-Inn-Kliniken

Die stationäre Krankenversorgung gehört zu den Pflichtaufgaben der Landkreise. Der Versuch, sich hier durch Privatisierung aus der Verantwortung zu stehlen, wurde beim Bürgerentscheid 2009 mit überwältigender Mehrheit vereitelt. Die SPD war dabei eine der wenigen Parteien, die von Anfang an für einen Verbleib der Krankenhäuser in Bürgerhand gekämpft hat. Durch die inzwischen beschlossenen Strukturreformen haben unsere Kliniken die Chance bekommen, mittelfristig wirtschaftlich solide zu arbeiten und bald finanziell unabhängig von Zuschüssen des Landkreises zu werden. Dies darf nicht durch engstirnige Kirchturmpolitik gefährdet werden. Nur wirtschaftlich gesunde Kliniken können eine menschlich und fachlich hochwertige Patientenversorgung gewährleisten und sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze für ihre Mitarbeiter bieten.

Wir setzen uns ein für eine kommunale und gute Krankenhausversorgung.

 

Jugendarbeit – zeitgemäß und kontinuierlich

Wir setzen uns ein für

  • die Entwicklung eines Seniorenplanes für den Landkreis Rottal-Inn.
  • die Entwicklung neuer Konzepte und Wohnformen für Senioren.

  • die Förderung tragfähiger sozialer Netzwerke

  • die Beteiligung älterer Menschen, damit ihr Wissen und ihre Erfahrungen nicht verloren gehen.

    Umwelt

Wir setzen uns dafür ein

  • -den Rottauensee als Mittelpunkt für Freizeit, Erholung, Tourismus und Wirtschaft wieder herzustellen.
  • -bei kleineren Gewässern und Bächen, wo Räumungsarbeiten durchgeführt werden, durch Einschaltung von Fachbehörden Schaden vom Ökosystem abzuwenden.
  • -dass die Uferschutzstreifen bei Gewässern eingehalten werden.

 

Rottal-Inn wird Inklusiv 

Wir setzen uns ein für

 

  • die Erstellung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK im Landkreis Rottal-Inn.

  • die Berücksichtigung der Barrierefreiheit bei Neubauten und Sanierungen.

  • die Einbeziehung betroffener Personengruppen bei der Ortsplanung.

  • eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

     

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