Anwohner fordern Verkehrskonzept für Gern

Veröffentlicht am 24.02.2018 in Lokalpolitik

(Foto: Schlierf)

Info-Veranstaltung der SPD stößt auf großes Interesse – Belastungen durch Projekte wie RegioLab, Oberwirt und Haus der Begegnung befürchtet

Eggenfelden. Die zunehmende Verkehrsbelastung, die zu geringe Zahl von Parkmöglichkeiten, aber auch viele offene Fragen rund um die Projekte RegioLab und Oberwirt: Es gibt viele Themen, die den Bewohnern der Hofmark Gern unter den Nägeln brennen. Und so ist es wohl nur wenig verwunderlich, dass der Bürgerdialog des SPD-Ortsverbands zum Thema "Zukunft in Gern" auf großes Interesse gestoßen ist – bis auf den letzten Platz war der Kolping-Saal gefüllt, als Vorsitzender Benjamin Lettl den Bürger-Dialog eröffnete.

Ein Artikel des Rottaler Anzeiger, 23.02.2018

Lettl: "Es tut sich derzeit viel in Gern"

Etwas überrascht waren die Besucher eingangs, wie sie in die Thematik eingebunden wurden. Auf den Tischen lagen Filzstifte und Papier aus. Damit konnten die Anwohner ihre "Wünsche", "Anregungen" und "Bedenken" festhalten. Und siehe da, der Aufforderung, die eigenen Gedanken zu Papier zu bringen, kamen viele Besucher gerne nach.

SPD-Ortsvorsitzender und Stadtrat Benjamin Lettl (Foto links, Mitte) suchte im Kolpingsaal das Gespräch mit den Bürgern, die an den Tischen durchaus kontrovers über die anstehenden Projekte wie Oberwirt, RegioLab oder Haus der Begegnung diskutierten. − Fotos: hl


Benjamin Lettl machte deutlich, dass sich das Thema "Gern" wie ein "roter Faden" durch die aktuelle Arbeit des Stadtrates ziehe. Dies habe nicht nur mit den Plänen zum RegioLab zu tun, sondern auch mit Aktivitäten wie der Sanierung des Oberwirtes, der Erweiterung der Montessori-Schule oder der geplanten Einrichtung eines Waldfriedhofs im Lichtlberger Wald. "Es tut sich viel in Gern und wir sehen es als unsere Aufgabe, auf euch zu hören", sagte Lettl zu den Anwohnern.

Die Ideen, Befürchtungen und Wünsche der Menschen vor Ort zu kennen, sei für die SPD von großer Bedeutung, denn: "Es geht hier nicht nur um praktische Dinge wie Immobilien, es geht um das Gemeinwesen".

Benjamin Lettl gab auf Anfrage mehrerer Anwesender einen kurzen Überblick zum RegioLab, das er, ebenso wie Stadtratskollege Martin Roiner, als einen Schritt in die Zukunft des Städtebaus bezeichnete. Diese Einrichtung mache es möglich, die Alte Brauerei und Mälzerei zu sanieren, weil entsprechende Förderungen fließen würden. 3. Bürgermeisterin Johanna Leipold wollte in diesem Zusammenhang gar nicht verhehlen, dass das RegioLab, die Erweiterung von Coplan direkt nebenan und die Sanierung des Oberwirtes während der Bauphasen und auch später mehr Verkehrsbelastung für Gern bedeuten würden. Gleichzeitig müsse die Politik darauf achten, Gern lebenswert zu erhalten. Dieser Aspekt wurde von Roiner und Lettl mehrfach unterstrichen. Es sei aber eben auch eine große Chance, wenn der Oberwirt einmal in neuem Glanz erstrahle und Gäste anziehe, die jetzt auf der Suche nach guter bayerischer Küche in andere Orte abwandern würden.

Thomas Graf von Lösch machte deutlich, dass er persönlich sehr zufrieden damit sei, dass sich "in Gern wieder etwas tut". Thomas Graf von Lösch, der selbst schon bald eine Kellerbar im sanierten ehemaligen Sparkassenhaus eröffnet, ist überzeugt: "Hier entsteht etwas Gutes. Außerdem vertraue ich dem Unternehmen BauArt, das den Oberwirt und das Haus der Begegnung gekauft hat. Das sind seriöse Leute, die können das und haben viel Erfahrung mit solchen Projekten."

Damit konnte Thomas Graf von Lösch aber nicht alle Besucher überzeugen. Anwohner Robert Niederleitner brachte die Bedenken, die auch an den Tischen diskutiert wurden, auf den Punkt: "Die Stadt Eggenfelden darf sich nicht verleiten lassen, aus lauter Freude darüber, dass man den Oberwirt endlich losgeworden ist, die berechtigten Interessen der Anwohner hintenan zu stellen." Klar müsse sein, dass BauArt den Oberwirt nicht aus Mitleid übernommen habe, sondern weil man sich ein gewinnbringendes Geschäft verspreche. Dies sei nicht verwerflich, aber eben auch Fakt. Für dieses Argument gab es dann auch viel Zustimmung. An den Tischen wurde durchaus die Sorge geäußert, dass man BauArt eventuell zu große Zugeständnisse machen würde.

Im Zusammenhang mit der Sanierung des Oberwirts und der dort geplanten Einrichtung eines Boardinghauses mit einer Reihe von kurz- und längerfristig zu mietenden Appartements, der Schaffung von Wohnungen im Haus der Begegnung und dem demnächst wieder öffnenden Gasthaus Unterwirt wurde von den Anwesenden ein klares Verkehrskonzept für Gern gefordert.

Schon jetzt sei die Situation zu manchen Tageszeiten unerträglich, da sich viele Autofahrer aus Richtung Hebertsfelden die Fahrt über die Hofmark als schnellere Alternative zur B 388 ausgesucht hätten. Mehrfach kritisiert wurden auch die vielen Eltern, die über Gern zur Montessori-Schule fahren. Dass dabei oft die Geschwindigkeitsbegrenzungen völlig unbeachtet bleiben, bestätigte Helmut Hausberger, der am Gouverneur-Hahl-Platz lebt: "Das wird hier immer mehr zu einer Rennstrecke", betonte er und fand hier offene Zustimmung auch von Dr. Jürgen Riedler, der ebenso wie Hausberger mehr Kontrollen forderte.

Parkplatzsuche wird zum Geduldsspiel

Dass die Parkplatzsuche in Gern schon jetzt für viele Anwohner immer wieder zum Geduldsspiel wird, wurde von mehreren Besuchern kritisiert. Dabei ginge es gar nicht so sehr um die Zeit der Gerner Dult. An die habe man sich schon seit Jahrzehnten gewohnt, war zu hören. Aber die zunehmende Zahl von Veranstaltungen in der Rottgauhalle oder im Gotischen Kasten sorge immer wieder dafür, dass Anwohner gar keinen Parkplatz mehr finden oder die eigene Zufahrt zugeparkt sei. "Natürlich wollen wir ein lebendiges Gern, aber das bedeutet nicht zwingend, dass es sich dabei nur um Veranstaltungen handelt. Belebung muss auch etwas Nachhaltiges sein", betonte Anwohnerin Hülya Adigüzel, die eigenem Bekunden nach schon mehr als einmal nach einer entsprechenden Party in der Rottgauhalle eine "Bierleiche" vor dem Haus fand.

Für die SPD stand nach diesem Abend fest: "Diese Veranstaltung war wichtig. Wir wissen jetzt, welche Bedenken und Wünsche wir in die Arbeit des Stadtrates einbringen können – und das werden wir gerne tun", kündigte Ortsvorsitzender Benjamin Lettl an. − hl


Bericht des Rottaler Anzeiger vom 23. Februar 2018 lesen:


 

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