Kliniken Am Goldenen Steig: Herausforderungen durch Fachkräftemangel und gestiegene Kosten

Veröffentlicht am 22.08.2017 in Presse

Besuch der SPD-Abgeordneten im Krankenhaus Freyung

Im Rahmen ihrer Sommerreise durch Niederbayern haben die drei SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller, Johanna Werner-Muggendorfer sowie Bernhard Roos auch gesundheitspolitische Aspekte betrachtet. So zählten die Kliniken Am Goldenen Steig zu den Stationen der zweitägigen Tour. MdB Rita Hagl-Kehl, Kreisrat des Landkreises Freyung-Grafenau Axel Scherzer, SPD-Ortsvereinsvorsitzender Gerald Wagner sowie die Vereinsmitglieder Alfred und Sigrid Ellinger schlossen sich der Gesprächsrunde mit Krankenhausdirektor Christian Hofbauer an.

 

Hofbauer gab zu Beginn einen Überblick über die Entwicklungen der Kliniken, seitdem der Kreistag im Jahr 2015 die Schließung des Krankenhauses Waldkirchen beschlossen hatte. Die Gründe für diese Entscheidung sind vorwiegend personeller Art. So sei es schwierig, Ärzte zu akquirieren und auch der Fachkräftemangel im Bereich der Pflegekräfte mache den Krankenhäusern zu schaffen, erläuterte der Krankenhausdirektor. Stolz berichtet er, dass alle Bereiche außer der Wäscherei von den Kliniken selbst getragen werden. Dies stößt nicht nur bei den Abgeordneten auf breite Zustimmung. Ruth Müller als Mitglied des Gesundheitsausschusses verwies auf die ausgebliebenen finanziellen und qualitativen Verbesserungen bei Kliniken, die Kernbereiche ausgegliedert haben. Auch die Auslagerung koste Geld.

Bedauernd äußerten sich die Gesprächsteilnehmer darüber, dass gynäkologische Praxen keine Geburtshilfe mehr an Krankenhäusern leisten. Die Bereitstellung von Geburtshilfeeinrichtungen mit dem nötigen Personal müsse ein zentrales und essentielles Anliegen der Gesellschaft sein. MdL Roos sieht die hohen Risiken aller Beteiligten, die Entwicklungen der Versicherungsprämien sowie die schlechte Bezahlung als Ursache für den Rückgang an Hebammen. MdB Hagl-Kehl lobte indes die Geburtshilfe und die Betreuung durch die Wöchnerinnen am KH Freyung ausdrücklich. Sie habe hier bei und nach der Geburt ihrer Kinder sehr gute Erfahrungen gemacht.

Im Rahmen der Schließung des Krankenhauses Waldkirchen werden im Landkreis Freyung-Grafenau insgesamt 30 Planbetten eingespart. Ein Überangebot sei laut Hofbauer im Landkreis daher nicht zu verzeichnen. Ruth Müller dazu: „Die Betten müssen nicht nach Strecke, sondern nach der Zeit verteilt werden, die ein Patient dorthin braucht.“

Problematisch sieht Hofbauer die Personalkostensteigerung durch die neue Entgeltordnung und Tarifabschlüsse. Er nennt eine Steigerung seit 2000 um rund 64 Prozent und verweist auf die Schwierigkeit der Krankenhausfinanzierung. Einigkeit herrschte darüber, dass Landkreise und Kommunen dazu nicht in der Lage sind, diese Steigerungen auszugleichen. Der Bundesausschuss sollte sich baldmöglichst mit der Thematik auseinander setzen. Möglich wäre laut Ruth Müller beispielsweise die Erhöhung des Investbeitragszuschusses. Krankenhausdirektor Hofbauer brachte seinerseits einen Lösungsvorschlag: Bestimmte Investgüter, z.B. aus dem IT-Bereich, von der Förderung ausschließen und gesondert bezuschussen. Landtagskollege Roos fügte an: „Es darf keinen Automatismus zwischen Betteneinsparung und Förderung der Krankenhäuser geben.“

 

Die Abgeordneten und Ortsvereinsmitglieder dankten Christian Hofbauer für seine Ausführungen und betonten die Bedeutung der Kliniken Am Goldenen Steig für den Landkreis Freyung-Grafenau sowohl in Sachen Gesundheitsversorgung als auch als enormen Wirtschaftsfaktor.

 

Homepage Bernhard Roos

MdB Pronold

Bernhard Roos MdL

MdEP Ertug

Mitfahrzentrale

Mitfahrzentrale Rottal-Inn


Jusos Rottal-Inn

Flickr FotoCommunity

Die nächsten Termine

Alle Termine öffnen.

24.11.2017, 16:00 Uhr - 18:00 Uhr Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut: "Unser Dorf hat Zukunft"

24.11.2017, 19:00 Uhr - 20:30 Uhr Stimmkreiskonferenz Deggendorf

25.11.2017, 10:00 Uhr - 14:00 Uhr UB Passau: Stimmkreiskonferenz Passau-Ost

Alle Termine

Nachrichten der BayernSPD

Beitrittsformular

BayernSPD

BayernSPD Landtagsfraktion

Bundespartei

Bundestagsfraktion

Materialien zum Download

Arbeitsmarkt

Kommunalpolitik

Programm der Rottal-Inn-SPD zur Kommunalwahl 2014

Verantwortung für unsere Region übernehmen

Infrastruktur

Wir setzen uns ein für

  • - den durchgängigen Ausbau der A94
  • - den mindestens dreispurigen Ausbau der B.20
  • - Erhaltung und Ausbau der Staatsstraßen.
  • - den zweispurigen Ausbau der Bahnstrecke Simbach - Mühldorf – München.
  • - den Ausbau der Breitbandversorgung.
  • - die Versorgungssicherheit in den Ortschaften.
  • - den Verbleib der Versorgungsbetriebe und Krankenhäuser in kommunaler Hand.
  • - die Schaffung von qualifizierten Arbeitsplätzen.
  • - Sicherung aller wohnortnahen Schulstandorte.
  • - eine zeitgerechte Schülerbeförderung.
  • - Schülerbeförderung ohne Stehplätze.
  • - Sicherheitsüberprüfung der Bushaltestellen.

 

Rottal-Inn-Kliniken

Die stationäre Krankenversorgung gehört zu den Pflichtaufgaben der Landkreise. Der Versuch, sich hier durch Privatisierung aus der Verantwortung zu stehlen, wurde beim Bürgerentscheid 2009 mit überwältigender Mehrheit vereitelt. Die SPD war dabei eine der wenigen Parteien, die von Anfang an für einen Verbleib der Krankenhäuser in Bürgerhand gekämpft hat. Durch die inzwischen beschlossenen Strukturreformen haben unsere Kliniken die Chance bekommen, mittelfristig wirtschaftlich solide zu arbeiten und bald finanziell unabhängig von Zuschüssen des Landkreises zu werden. Dies darf nicht durch engstirnige Kirchturmpolitik gefährdet werden. Nur wirtschaftlich gesunde Kliniken können eine menschlich und fachlich hochwertige Patientenversorgung gewährleisten und sichere Arbeits- und Ausbildungsplätze für ihre Mitarbeiter bieten.

Wir setzen uns ein für eine kommunale und gute Krankenhausversorgung.

 

Jugendarbeit – zeitgemäß und kontinuierlich

Wir setzen uns ein für

  • die Entwicklung eines Seniorenplanes für den Landkreis Rottal-Inn.
  • die Entwicklung neuer Konzepte und Wohnformen für Senioren.

  • die Förderung tragfähiger sozialer Netzwerke

  • die Beteiligung älterer Menschen, damit ihr Wissen und ihre Erfahrungen nicht verloren gehen.

    Umwelt

Wir setzen uns dafür ein

  • -den Rottauensee als Mittelpunkt für Freizeit, Erholung, Tourismus und Wirtschaft wieder herzustellen.
  • -bei kleineren Gewässern und Bächen, wo Räumungsarbeiten durchgeführt werden, durch Einschaltung von Fachbehörden Schaden vom Ökosystem abzuwenden.
  • -dass die Uferschutzstreifen bei Gewässern eingehalten werden.

 

Rottal-Inn wird Inklusiv 

Wir setzen uns ein für

 

  • die Erstellung eines Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK im Landkreis Rottal-Inn.

  • die Berücksichtigung der Barrierefreiheit bei Neubauten und Sanierungen.

  • die Einbeziehung betroffener Personengruppen bei der Ortsplanung.

  • eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung.

     

Die bessere Antwort für Bayern!

Besucherzähler

Besucher:3119746
Heute:24
Online:1