Abschied von Charlie mit dem Helfer-Gen

Veröffentlicht am 13.09.2017 in Presse

Altbürgermeister Karl Riedler im Alter von 78 Jahren gestorben – Beerdigung am 23. September

Eggenfelden. Karl Riedler ist tot. Der frühere SPD-Bürgermeister ist am Montagnachmittag nach langer Krankheit im Alter von 78 Jahren gestorben.

Karl "Charlie" Riedler stand von 1990 bis 2002 an der Spitze der Stadt, dem Stadtrat gehörte er gar von 1966 bis 2017 an, dem Kreistag von 1972 bis 2017. Hier übte er in den Jahren 2008 bis 2014 auch das Amt eines Stellvertreters des Landrats aus.

Der Sozialdemokrat Karl Riedler hat für seine Verdienste eine ganze Reihe von Ehrungen erhalten: Der Ehrenring der Stadt Eggenfelden wurde ihm verliehen, die SPD überreichte ihm die Helmut-Rothemund-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen, die von der Bayern-SPD vergeben wird, Karl Riedler war Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie der Medaillen in Bronze und Silber für Verdienste um die kommunale Selbstverwaltung.

Wer Karl Riedler kannte, der weiß: Es hat ihn immer gefreut, wenn seine Leistungen anerkannt wurden, doch es kam ihm nie darauf an, dass diese Anerkennung in Edelmetall gegossen war. Denn neben den wichtigen politischen Entscheidungen, die Karl Riedler auf den Weg gebracht und mit denen er seine Heimatstadt geprägt hat, waren es vor allem seine zahllose stillen Entscheidungen, mit denen er vielen Menschen ganz konkret geholfen hat. Menschen, die sich selbst nicht helfen konnten, lagen ihm am allermeisten an seinem großen Herzen.

Karl Riedler war ein Mensch, der nicht nein gesagt hat, wenn er um Hilfe gebeten wurde, und das beileibe nicht, weil er sich beliebt machen wollte – das war er ja sowieso in einem Maße, wie es heute nur noch für wenige Politiker gilt. Nein, Karl Riedler war hilfsbereit aus dem bedingungslosen Bedürfnis heraus, anderen Menschen zu helfen. Hilfsbereitschaft war seine Lebensgrundeinstellung. Vor diesem Hintergrund hat er beispielsweise alljährlich mit den Kolping-Sternsingern Spenden für Projekte in der Dritten Welt generiert. Auch die Aktionsgemeinschaft "Kind in Not" und zuletzt die Kinderkrebshilfe Rottal-Inn hatten in ihm einen nimmermüden Unterstützer.

"In aller Bescheidenheit viel erreicht", so war ein Artikel in der Heimatzeitung überschrieben, als Karl Riedler den 75. Geburtstag gefeiert hat. Es wird auch diese Bescheidenheit sein, an die man sich gerne erinnern wird im Gedenken an den Charlie. Sich selbst in den Vordergrund zu drängen oder mit Erfolgen aufzutrumpfen, das ist nie seine Sache gewesen.

Alle, die mit ihm als Mensch und Politiker zu tun hatten, konnten sicher sein: Eine Zusage, ein Handschlag von Karl Riedler, darauf konnte man sich immer verlassen, denn nie wäre es ihm in den Sinn gekommen, einen Menschen bewusst zu übervorteilen – im Gegenteil: "Die Leute müssen sich auf die Politiker verlassen können, das ist die wichtigste Grundlage jeder politischen Arbeit", hat er im Gespräch zu seinem 75. Geburtstag gesagt und er, der aufrechte und durch und durch überzeugte Demokrat, hat sich nicht nur selbst vorbildlich an diesen Grundsatz gehalten, er hat auch immer davor gewarnt, dass sich die Politik zu sehr entfernt von den Bürgern, gerade in der Kommunalpolitik.

Bei Karl Riedler bestand diese Gefahr der Entfremdung vom Boden der Tatsachen nie, denn als eingefleischter Fußgänger kannte er jeden Winkel seiner Stadt ebenso wie fast jeden Bürger. Unzählige Male ist er wohl auf seinen beruflichen und privaten Wegen angesprochen worden mit der Bitte um Hilfe oder guten Rat, immer hat er sich dann Zeit genommen, auch als er längst nicht mehr Bürgermeister war.

Er selbst hätte sich wohl nie als "soziales Gewissen" der Stadt bezeichnen lassen, aber natürlich war er genau das, ob es sich nun um die Projekte des sozialen Wohnungsbaus handelte oder um die junge Familie, die dringend eine größere Wohnung benötigte, weil Nachwuchs ins Haus stand.

Karl Riedler war bis zum Ausbruch seiner schweren Krankheit in der Öffentlichkeit präsent und vor allem gerne gesehen. Noch bei der Verleihung der Helmut-Rothemund-Medaille der SPD im vergangenen Dezember beeindruckte er die Zuhörer mit einer scharfen Analyse der politischen Situation. Er forderte damals das Engagement der Jugend auf allen Ebenen der Politik und auch, dass man der Jugend den Raum für dieses Engagement lassen solle.

In einem Nebensatz merkte er damals mit dem ihm eigenen hintersinnigen Humor an, dass man sich auch und gerade als Politiker davor hüten solle, den Lebensabend in Sitzungssälen zu verbringen, denn da gäbe es durchaus auch ein sinnvolles Leben außerhalb und nach der Politik.

Für Karl Riedler war dieses Leben nach der Politik, auf das er sich gefreut hatte, leider nur kurz, viel zu kurz. Zu früh hat Eggenfelden einen Mann verloren, der sein Leben in den Dienst dieser Stadt gestellt hatte. Eggenfelden hat Karl Riedler viel zu verdanken – er wird fehlen.

Gerd Kreibich

Zur letzten Ruhe gebettet wird Karl Riedler am Samstag, 23. September.


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